M. an Hieronymus Weller [in Freiberg].
- [Dresden], 12. Februar 1555
Zur Beratung über die Kirchenvisitation an den Hof [in Dresden] gerufen, traf M. zu seiner Freude [Caspar Zeuner]. Doch auch dessen Gegner [David Scheffer] war dort [⇨ 7407]. M. bedauert manches, was [in der Interimszeit] geschah oder geplant wurde. Doch haben die [Flacianer] die Texte mit Fälschungen herausgegeben, und das meiste wird hochgespielt statt mit Verständnis betrachtet. Das gegenseitige Verzeihen (Verse [des Gregor von Nazianz: MPG 37, 939]) könnte die Wunden heilen. Da das Geschehene nicht verteidigt wird, soll man es auch nicht bekämpfen. [Zeuner] jedenfalls hatte keinen Anteil an den entscheidenden Beratungen [⇨ 5387]. W. soll auf [Scheffers Anhänger] mäßigend einwirken.
Fundort:
CR 8, 427f Nr. 5736.
‒ MBW.T 24.