M. an Johannes Stigel [in Jena].
- [Wittenberg, 2. Hälfte März 1554]
[1] M. preist gute Fürsten gern. Doch wegen Überlastung kann er die von St. zu kurzfristig gewünschte Arbeit über [Hz. Johann Friedrich d.Ä. von Sachsen] nicht liefern.
[2] M. gibt einige Hinweise: Von den Fürsten im Lager Kaiser Karls wurde er gerühmt. Er wirkte für den Frieden in Deutschland; als [Kf. Johann von Sachsen] und Lgf. [Philipp von Hessen] zu den Waffen greifen wollten, entlarvte Johann Friedrich das Dokument [⇨ 671-675] des Otto von Pack als Fälschung. Er stellte als erster Geld und Truppen gegen Münster. Der [Schmalkaldische Krieg] war eine gerechte Verteidigung; der Ausgang zeigte ihn als standhaften Bekenner.
[3] Der [Dresdner] Hof würde eine Schrift M.s über Johann Friedrich begrüßen.
Fundort:
CR 9, 661f Nr. 6637.
‒ MBW.T 24.
Datierung:
Datum: Nicht 1558, wie eine späte Abschrift angibt, sondern bald nach Johann Friedrichs Tod (3.3.1554) und wohl vor der Rede über seine Gemahlin Sibylle (⇨ 7175.2). Anscheinend hatte St. als Antwort auf 7100.2 eine Rede über den gerade verstorbenen ehemaligen Kurfürsten für die von M. am 22. erwähnte Publikation (⇨ 7125.3) gewünscht.