[1] M.s Brief [6576] bestätigte zur Freude C.s die Freundschaft. Man hatte ihm berichtet, daß M. seine Ermahnung [5830] aufgebracht zerrissen habe.
[2] Sie beide sind aber um der Kirche willen zur Freundschaft verpflichtet.
[3] In Genf beriefen sich [Hieronymus Bolsec, Jean Trolliet u.a.] in ihrem Streit mit C. über Willensfreiheit und Prädestination auf M.; doch C. und seine Kollegen ließen sich nicht zu einer Stellungnahme gegen M. drängen.
[4] C. verabscheut Osiander, den M. unverständlicherweise in einer Vorrede [2863.3] gelobt hatte, und verzichtet auf eine Verständigung mit ihm.
[5] Von M. trennt C. die Willens- und Prädestinationslehre. C. legt seine Lehre dar und verweist auf sein Buch [De aeterna dei praedestinatione: CR 36 = Calv. 8, 249-366].
[6] Doch nach M.s Reaktion auf den Consensus Tigurinus [Artikel 16: CR 35 = Calv. 7, 740] wird er sich auch nicht durch C.s Buch belehren lassen. C.s einzige Hoffnung ist ein Gespräch.
[7] Die Ruhe in Genf ist trügerisch. Gebet. Grüße.