M. an Caspar Aquila in Saalfeld.
- [Jena, Ende Oktober 1527]
[1] Die Landbewohner [der Pfarrei Graba mit 18 Filialen] sollen einen geweihten Kaplan erhalten, nicht den Schulmeister von Saalfeld [NN]. M. wird einen schicken [Caspar Triller].
[2] Anbei die Anfrage in der Ehesache [⇨ 592]; M. hat des Hieronymus [Schurff] Stellungnahme am Rand notiert.
[3] Über das Abendmahl soll A. die Kirchenväter lesen.
[4] Erasmus' Schrift über den freien Willen [⇨ 540] hat M. schwer betrübt [= angefochten]; er wird ihn aber nicht von der Wahrheit abbringen.
[5] Neulich in Torgau sprach M. mit Luther [auch] über das Abendmahl.
[6] Über die Trunkenheit wird M. selbst Material sammeln [CR 11, 168-181].
Fundort:
CR 4, 963f Nr. 484b; Suppl. 6/1, 392 Nr. 590; R.Herrmann: Beiträge zur Thüringischen Kirchengeschichte 3 (1933/35), 50 [H3406].
‒ MBW.T 3.
Datierung:
Datum: Nach der Rückkehr aus Torgau (⇨ 594), doch später als 598f, wo M. ‚his diebus‛ in Torgau war, hier jedoch ‚nuper‛. Da zwischen 1 und 618.2 nur A.s Antwort vorauszusetzen ist, kann 616 erst Ende Oktober geschrieben sein. Um diese Zeit war H.Schurff nachweislich in Jena (⇨ 613.2).