[1] M. entschuldigt sein längeres Schweigen mit Arbeit und Kummer, auch um C.s Bruder [Hieronymus Kammermeister].
[2] Den von C. empfohlenen, auch ihm bekannten Priester [NN], der nirgendwo guttut, will M. unterbringen; doch ist für Neustadt[Orla] schon [Augustin Himmel, ⇨ 584a] benannt.
[3] Der von [Lazarus] Spengler gewünschte Druck von [M.s Unterricht der Visitatoren: CR 26, 29-96; Sehling 1, 149-174; WA 26, 175-240; MSA 1, 215-271] wird voraussichtlich erfolgen; das Manuskript ist beim Hof. Die lateinische Fassung [⇨ 598] wurde ohne M.s Willen in Wittenberg [von Nikolaus Schirlentz] gedruckt. [Johannes Agricola] hat wegen deren Bußlehre M. heftig angegriffen.
[4] M. berichtet von seinem Gespräch mit Luther in Torgau [26./27. September, ⇨ 599.2] über L.s Anfechtungen und über die Abendmahlslehre; er will sich aus diesem Streit heraushalten.
[5] M. plant eine Schrift gegen die Wiedertäufer [⇨ 676].
[6] M. hat seit fünf Tagen Kolik. Er vermißt C.; dieser Brief soll vernichtet werden.
[7] M. schickt seine Psalm[dichtung] Dixit dominus [CR 10, 517-519 Nr. 79], um Eobanus [Hessus] anzufeuern. C. soll ihm für seinen Brief und für die Edition seiner Psalm[dichtungen ⇨ 582.3] danken.