M. an Joachim Camerarius [in Nürnberg].
- Jena, 15. August [1527]
[1] Mehrere Briefe des C. waren in [Wittenberg] liegengeblieben und wurden erst kürzlich von Franz [Burchard] gebracht. Besonders freute M. der über [das Abendmahl], der zeigte, daß C. nicht nur auf das Schicksal seines Bruders [Hieronymus Kammermeister] fixiert ist. M. tröstet ihn. Er möchte gerne über den [Abendmahls]streit, der ihn seit zwei Jahren quält, mit C. reden.
[2] Luther war schwer krank; anbei sein Brief [569]. Jonas verlor seinen jüngeren Sohn [Johannes]. Die Seuche in Wittenberg vertrieb die Universität nach Jena. M. verlor zwei Mägde, darunter Wolla; sein Sohn [Philipp] genas, die übrige Familie blieb verschont.
[3] Man hört von Konzilsplänen des Kaisers.
Fundort:
CR 1, 883f Nr. 457; Suppl. 6/1, 376 Nr. 566; Cod.I, 245.
‒ MBW.T 3.