Joachim Camerarius an M. in Wittenberg. - [Leipzig], 10. [Juli 1549]
[1] C. muß der Einladung des [Daniel] Stibar [in Würzburg], der um seine Frau [gr. verschlüsselt: zýsygos] trauert, folgen, zumal er ohnehin in seine Heimat [Bamberg] reisen wollte.
[2] C. wagt es nicht, jemanden auf den gefahrvollen Posten in Liegnitz zu vermitteln [⇨ 5536].
[3] Die Schrift [des Matthias Flacius] gegen Basilius Lipsensis [vgl. Preger 1, 91] muß man als jugendliche Frechheit hinnehmen.
[4] Schweres Zerwürfnis zwischen dem Verwalter der [Fürsten]schule in Meißen [Johannes Roßbach] und [Georg von Komerstadt] einerseits und [Bernhard Ziegler] andererseits. C. schrieb einen Bittbrief [an Komerstadt]. Wenn nötig, soll sich auch M. [für Ziegler] einsetzen.
[5] Heute reist C. ab, zunächst [nach Merseburg] zu Fürst [Georg] von Anhalt. Er erbittet Post nach Nürnberg. Gebet.
Fundort:
Eigenhändig: ehemals Landeshut, Ms. II, f. 362.
‒ MBW.T 19 (erstmals publiziert).
Datierung:
Datum: C. notierte nur den Tag. Am 13. 7. 1549 hat M. Kenntnis von C.s Reise (⇨ 5594.2). Zu § 4 vgl. Georg Fabricius an Wolfgang Meurer, 6. 7. 1549: ed. D. C. G. Baumgarten-Crusius (1845), 64f Nr. 69 [H 1788b].