Hz. Albrecht von Preußen an M. [in Wittenberg]. Dt. - Neuhaus, 30. Mai 1549
[1] Trotz seiner im letzten Brief [5546] erwähnten Geschäfte schreibt A. aus Liebe zu M. nun doch noch eigenhändig. A. bezeugt dem Überbringer [Friedrich] Staphylus sein volles Vertrauen. Der Verdacht, er wolle weg von A. [bei ⇨ 5620], wurde durch Feinde der Lutheraner in Polen erweckt und ist bereinigt.
[2] A. läßt ihn über die Streitigkeiten an der [Universität Königsberg] berichten, die Martin Luther und den [Wittenberger] Lehrern abträglich sind und A. seine Investition beinahe bereuen lassen. Der von den Gegnern erhobene Vorwurf der Ketzerei erhält nun Grund durch [Matthias] Lauterwald und durch Hiob [NN.s] Äußerung über die Verurteilung des Wilhelm [Gnapheus, ⇨ 3815.4]. M. möge sich nicht gegen [die Kirche in Preußen] einnehmen lassen.
Fundort:
Eigenhändig: ehemals Landeshut, Ms. I, f.57f.
‒ MBW.T 19 (erstmals publiziert).
Nachtrag:
Absenderort Neuhausen (nicht Neuhaus).