V[eit Dietrich] an M. [in Wittenberg] und Joachim Camerarius [in Leipzig].
- [Nürnberg], 6. Dezember 1547
[1] Gerücht, daß [Hz. Wilhelm von] Bayern die Bergwerke bedroht und [Kf. Moritz von Sachsen] eilends Verteidigungsmaßnahmen trifft.
[2] Für die Freilassung des [Lgf. Philipp von Hessen] setzten sich Gemahlin [Christine], Kinder [Wilhelm und Ludwig] und Untertanen ein. Doch der Kaiser erklärte, er könne ihm nicht trauen, weil er in Schwaben einen Sonderfrieden beabsichtigt und Waffenhilfe gegen [Kf. Johann Friedrich] von Sachsen versprochen hatte, Geheimnisse der [Schmalkaldener] verraten wollte und Heerführer des Kaisers zu bestechen versuchte.
[3] Anbei eine schweizerische Weissagung, die M.s Vermutungen entspricht. Gebet um Linderung.
[4] Empfehlung des Überbringers [NN], dem D. fürs Studium 10 Taler gab, an C.
Fundort:
Eigenhändig: München SB, clm 10357, Nr. 140.
‒ MBW.T 17 (erstmals publiziert).