M. an Georg Maior [in Merseburg].
- [Nordhausen], 6. Oktober 1547
[1] Die Frauen leiden unter dieser Notzeit besonders schwer. M. sah [in Wittenberg] Ma.s [durch den Tod des Sohnes Leonhard] leidgeprüfte Frau [Margarete]. Jetzt ist er bei seiner mehr psychisch als körperlich kranken Frau [Katharina], muß aber in drei Tagen wegen Verhandlungen um die [Universität] wieder nach [Wittenberg].
[2] Anbei Post für Fürst [Georg von Anhalt: 4912]. Ma. soll die Empfangsbestätigung nach Halle an Kilian [Goldstein] oder Emericus [Sylvius] schicken, denn M.s preußischer Kutscher kennt nur den Weg über Halle, und [Georg] Sabinus kommt ebenfalls dorthin [⇨ 4905.3].
[3] Unter der unglücklichen Zeit soll wenigstens die Lehre nicht leiden.
[4] Die soeben erschienene Dialektik [⇨ 4875] kann [Ma.s Sohn] Leonhard nicht mehr lesen [⇨ 4885.3], aber den übrigen Söhnen Ma.s soll sie nützlich sein.
[5] Anbei drei Zeitungen [4912.4-6]. Es wäre brutal von [Kaiser Karl], wenn er seinem alten Freund [Kf. Friedrich II. von der Pfalz] die [Kur]würde nähme. Gebet für die Kirche.
Fundort:
CR 6, 691f Nr. 4028 (692 Z.5 tuam: trium).
‒ MBW.T 17.
Datierung:
Jahr aus 1 (⇨ 4905) und 4. Der 14jährige Leonhard Maior starb, von einem tollwütigen Hund gebissen, am 17.9.1547: CR 10, 597 Nr. 229; Scripta publica 3 (1559), Bl.174.