Nikolaus Gerbel an M. [in Wittenberg].
- [Straßburg, Januar 1526]
[1] G. schildert die Stimmung in Straßburg nach der Rückkehr des [Gregor] Caselius aus [Wittenberg] insbesondere die Reaktion auf Luthers Antwort [WAB 3, 603-612 Nr. 942] und auf seine Schrift über den unfreien Willen [WA 18, 551-787] mit ihren Auswirkungen auf den Abendmahlsstreit, wobei er auch Oekolampad erwähnt.
[2] Er berichtet von den Schulplänen des Straßburger Rates und erwähnt die Bildungsfeindlichkeit des Lambert [von Avignon].
[3] Mgf. Philipp von Baden verlieh dem [Jakob] Strauß ein Kanonikat. Fortschritte des Evangeliums.
[4] Bauernzusammenrottung bei Dornach unter Hans von der Matten.
[5] Gruß an M.s Frau und an Jonas.
Fundort:
Suppl. 6/1, 308-310 Nr. 447.
‒ MBW.T 2.
Datierung:
Datum: Caselius war am 29.11.1525 wieder in Straßburg, doch da G. in seinem gleichzeitigen Brief an Luther (WAB 4, 1f Nr. 959) auf seine (zweite) Heirat als im ‚letzten‛ Dezember verweist, kann er erst im Januar geschrieben haben, aber auch schwerlich später. Der Brief an Bugenhagen (Vogt, B.-BW 60f Nr. 18) ist ebenfalls undatiert.