Nikolaus Gerbel an M. [in Wittenberg].
- Straßburg, 25. März 1525
[1] G. distanziert sich von Karlstadt und denen, die ihm [in der Abendmahlslehre] gleichgesinnt sind, wie Zwingli, Oekolampad und einige Straßburger, verweist auf seinen Brief an Luther [vom 23.3.1525: WAB 3, 458-460 Nr. 845 mit 13, 72] und auf den Überbringer [Johannes] Setzer, der ausführlicher über die Straßburger Verhältnisse berichten kann, und bittet M., die Karlstadtianer in einer maßvollen lateinischen Abhandlung zu widerlegen, da diese an Luthers sachlich richtigen Ausführungen [Wider die himmlischen Propheten, ⇨ 368] immer nur die Heftigkeit beanstanden.
[2] G. bittet M., Setzer in seiner geschäftlichen Bedrängnis zu helfen. Empfehlung an Luther.
Fundort:
Suppl. 6/1, 285f Nr. 403.
‒ MBW.T 2.