Caspar Cruciger, M. und Ambrosius Reuter an Kf. Johann Friedrich von Sachsen. Dt. - Wittenberg, 16. Mai 1546
[1] Die Unterzeichneten haben Luthers Sohn Johannes geraten, die angebotene Kanzleistelle [⇨ 4232] anzunehmen, worauf dieser nach langer Aussprache beiliegende Antwort [4263] gab.
[2] Martin und Paul Luther werden von ihrem bisherigen Präzeptor Ambrosius [Rutzel] gut betreut. Dem Wunsch der Mutter, diese Söhne bei sich zu behalten, insbesondere wegen der zarten Gesundheit Pauls, wurde stattgegeben.
[3] Dem Kauf des Gutes Wachsdorf für 2200 Gulden haben die Unterzeichneten zugestimmt. Da [Katharina] Luther die 2000 Gulden aus Mansfeld erst in zwei Jahren erhalten soll, wie aus beiliegendem Schreiben [der Gff. Albrecht, Philipp und Johann Georg von Mansfeld vom 8. Mai: Förstemann, Denkmale (1846), 169f Nr. 71 (H1795]) ersichtlich ist, bitten sie den Kf., diese bereits bewilligte Summe [⇨ 4193.3] vorzuschießen [⇨ 4274]. Um Luthers willen muß man seiner Witwe nachgeben.
Fundort:
K.E.Förstemann, D. Martin Luther's Testamente ... (1846), 57-60 Nr. 14; auch in: Neue Mittheilungen aus dem Gebiete historisch-antiquarischer Forschungen 8/1 (1846), 57-60 Nr. 14 [H1797].
‒ MBW.T 15.
Personen:
Cruciger, Caspar: GNDHagrid
Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GNDHagrid
Luther, Katharina: GNDHagrid
Luther, Martin: GNDHagrid
Luther, Martin d. J.: GNDHagrid
Luther, Paul: GNDHagrid
Mansfeld, Albrecht von: GNDHagrid
Mansfeld, Johann Georg von: GNDHagrid
Mansfeld, Philipp von: GNDHagrid
Melanchthon: GNDHagrid
Reuter, Ambrosius: GNDHagrid
Rutzel, Ambrosius: GNDHagrid