[1] C. schickt durch [Claude de Senarclens] zwei seiner Druckschriften in [handschriftlicher] lateinischer Übersetzung [De vitandis superstitionibus und Excusatio ad Pseudo-Nicodemitas: CR 34, 537-614 mit XXXf], erläutert ihre Entstehung und
[2] bittet M. und Luther um ein Urteil.
[3] Auf Übereinstimmung mit M. legt C. größten Wert.
[4] Wegen Luthers Reizbarkeit soll M. entscheiden, ob ihm der Brief [WAB 11, 26-29 Nr. 4072 mit 13, 337] übergeben wird [⇨ 3884f].
[5] C. ist bestürzt über den durch [Luthers Kurzes Bekenntnis] entfachten Streit [⇨ 3695.3]; er wirkte begütigend auf die Zürcher ein [an Bullinger, 25.11.1544: CR 39, 772-775 Nr. 586].
[6] C. verurteilt Osianders Apologie [⇨ 3694.2] mit ihren Ausfällen gegen Zwingli und Oekolampad.
[7] In Frankreich herrscht Konzilserwartung. Ein Plan des Kardinals [François] de Tournon, des Kaisers und des Kg. [Franz I.] von Frankreich zur Spaltung der [deutschen Protestanten] wurde aufgegeben, denn [Pierre] du Chastel meinte, die französischen Theologen seien ihnen nicht gewachsen.
[8] Statt dessen Beratungen in Melun. C. ist erleichtert und erinnert warnend an ähnliche Versuche des [Guillaume] du Bellay [⇨ 1469 u.ö.].