[1] Der Wirbel um die D. noch unbekannte Kölner [Reformation, ⇨ 3646] hat sich hoffentlich gelegt. Die Nürnberger Gelehrten lesen aus den Sternen Religionswirren, wozu der Wormser Reichstag Vorschub leisten [⇨ 3738] wird.
[2] [Andreas Osiander], der mit D. nicht verkehrt, schreibt gegen Zwinglis Lehre [Apologia, vgl. G.Seebaß, Bibliographia Osiandrica (1971), 141 Nr. 39.1.1]; es ist seine Antwort auf das Speculum Andreae Osiandri, worin er unsinnigerweise des Giftmordes an seiner ersten Frau [Katharina] und des Ehebruchs mit seiner jetzigen [Helena] bezichtigt, aber auch seine Abendmahlslehre angegriffen wird. Er will [Luther] zuvorkommen [⇨ 3695.3] und härter zuschlagen als in seinen Coniecturae [⇨ 3616.2].
[3] Der Nürnberger Versuch zur Befreiung des Hieronymus [Baumgartner] aus der Gewalt des [Albrecht von Rosenberg] mißlang wegen Verrat. Jetzt bemüht sich Gf. [Wilhelm] von Henneberg darum.
[4] Im Krieg gegen Frankreich drang der Kaiser bis Paris vor. Seine Schwester [Kgn. Eleonore von Frankreich] und der Dauphin [Heinrich II.] baten um Frieden, den der Kaiser zu den Madrider Bedingungen [⇨ 455.2] gewähren will, nämlich Räumung von Turin und ganz Piemont. Gerücht von der Gefangennahme des Gf. [Wilhelm] von Fürstenberg. M. hätte über Ungarn berichten sollen.
[5] D. ist noch gehunfähig krank, wohl wegen der Badekur [⇨ 3579.1]. M. soll für ihn beten.