M. an Joachim Camerarius in Leipzig.
- [Wittenberg], 20. September [1544]
[1] M. freut sich über das von C. erwähnte Lob auf Epicharm [Theokrit, Ep. 17 bzw. 18], denn auch er hält die Unterweisung der Jugend für das höchste. M. teilt mit, daß die Theokritverse am Ende des [gedruckten] Buches [ed. Junta 1515?] stehen. Er schickt C. eine Liste von Gedenktagen und bittet um Ergänzungen.
[2] Seine Gefährdung [durch Luther, ⇨ 3675f] stellt M. Gott anheim. Er verläßt die gegenwärtige Fron nicht ungern. Jedenfalls wäre sein Abgang ehrenvoller als der seines viel begabteren Kommilitonen Theobald Billicanus, der, wie M. gestern erfuhr, wegen seiner Machenschaften mit [Margarete von der Layen, ⇨ 3533.5] aus dem gesamten Gebiet des [Kf. Friedrich II.] von der Pfalz ausgewiesen wurde.
[3] Kg. Ferdinand wurde beim Einzug nach Wien von einem Heuschreckenschwarm überfallen.
[4] Beilage: Gedenktage aus der biblischen und
[5] aus der griechischen und römischen Geschichte.
Fundort:
CR 5, 481-483 Nr. 3031; Cod.II, 184-186.
‒ MBW.T 13.
Datierung:
Jahr aus 2. An demselben Tag hatte M. mit Gregor Brück ein entscheidendes Gespräch über sein Verbleiben in Wittenberg, worüber Brück dem Kf. Johann Friedrich berichtete (bei ⇨ 3672). Überbringer von 3689 war Balthasar a Porticu (⇨ 3697.3).