[1] Dank für mehrere Briefe und Buchgeschenke; Gewißheit des ewigen Beisammenseins im Reiche Christi.
[2] Bittere Bemerkungen zu den Verhandlungen auf dem Speyrer Reichstag und den Kar-Riten [Kaiser] Karls und [Kg.] Ferdinands sowie der Spanier.
[3] Der Sohn von M.s Diener [Johannes Koch, Hieronymus Koch] wollte lieber eine Lehrerstelle in Lauffen annehmen als M.s Empfehlungsschreiben [⇨ 3332.2] dem Rat von Schwäbisch Hall aushändigen. Der Überbringer des Briefes [3332] Erhard Blank hat ein Amt an der Haller Schule übernommen.
[4] Gestern schickte Caspar Löner [durch Caspar Huberinus] M.s Brief [3486]. B. wird ihm, den er seit langem kennt, sobald wie möglich schreiben [2.5.1544: BBKG 1, 1895, 273f Nr. 14] und zur Nachsicht insbesondere gegen den zwinglianischen Diaconus [Jakob Schober oder Georg Hieber], der Credo und Exorzismus bei der Taufe wegläßt, ermahnen. B. macht [Theobald] Billicanus für die Spaltung der Gemeinde Nördlingen verantwortlich.
[5] Dieser, der lieber [Margarete von der Layen], der Mätresse des Kf. [Ludwig] von der Pfalz, als der Kirche dienen wollte, wurde nach dem Tod des Kf. von dem neuen Kf. Friedrich [II.] auf dem Dilsberg gefangengesetzt; er soll aber wieder freigelassen worden sein.
[6] Huberinus erzählte, daß die Augsburger über 100 griechische Pergamenthandschriften, die aus zwei griechischen Städten vor der Einnahme durch die Türken nach Venedig gerettet worden waren, für 600 Dukaten gekauft haben [⇨ 3561.1], obwohl sie Papst [Paul III.] erwerben wollte. Für B. sind diese Bücher ein Beweis für die Erhaltung des Restes der Kirche auch in Griechenland.