M. an Joachim Vadian in St.Gallen.
- [Wittenberg], 6. Juli 1544
[1] M. hat V.s gelehrte Entgegnung auf die Irrlehren Schwenckfelds [⇨ 3058.3] lebhaft begrüßt und dafür geworben. Als Lgf. [Philipp] von Hessen ihm die im Titel gegen M., im Inhalt mehr gegen V. gerichtete Schrift Schwenckfelds [⇨ 2869f] schickte [⇨ 2885], verzichtete M. unter Hinweis auf die erschöpfende Erwiderung V.s [⇨ 2892] darauf, eine eigene Antwort zu verfassen; eine Erläuterung der doppelten Natur Christi [⇨ 2912.4] blieb infolge von Reisen und Geschäften unvollendet.
[2] M. konnte dies aus Mangel an Boten nicht früher schreiben. Er bekundet seine Wertschätzung V.s, der nicht nur philosophisch, sondern auch theologisch gebildet ist.
[3] Er empfiehlt den Überbringer Hieronymus Schurff d.J., Sohn des Hieronymus Schurff, der [St.Gallen], die Heimat seines Vaters, sehen möchte.
[4] Bitte um Antwort. Anbei eine kleine Neuerscheinung.
Fundort:
CR 5, 432f Nr. 2980, dazu B.Spiegel: Zs. für wissenschaftliche Theologie 3 (1871), 441 [H2158]; E.Arbenz und H.Wartmann, Vadian-BW 6: Mitteilungen zur vaterländischen Geschichte 30 (1908), 330-332 Nr. 1352 [H3031].
‒ MBW.T 13.