M. an Wolfgang Musculus in Augsburg. Pr. 21.5.1544. - [Wittenberg], 4. Mai [1544]
[1] Der [Speyrer Reichs]tag verläuft unwürdig. Man muß um den Schutz der Kirche und der Studien beten.
[2] In [Wittenberg] gedeihen die Studien. M. ist erfreut, daß sich die Augsburger um ihre Studenten kümmern. Mu. soll die fünf heimkehrenden Studenten [Thomas Walter, Johannes Chrysostomus Höchstetter, Johann Baptist Muscat, Johannes Karg und Castulus Stumpf], die M. lobt, dem Rat empfehlen.
[3] M. antwortete wegen des unehelich Geborenen [Johannes Herold?] nicht, weil er von seiner Entlassung erfahren hatte. Es ist besser, keine unehelich Geborenen zum geistlichen Amt zuzulassen.
[4] Anbei die Psalmdichtung [⇨ 3518.4] des Joachim [Camerarius]. M. bittet um gelegentliche Antwort und versichert seine Kirchentreue.
Fundort:
CR 10, 167f Nr. 7129.
‒ MBW.T 13.
Nachtrag:
Zu 3: Dass tatsächlich Johannes Herold gemeint ist, wird durch Musculus bestätigt, der in arabischer Schrift an den Rand des Autogr.s schrieb: De Heroldo spurio; s. Reinhard Bodenmann, Wolfgang Musculus (2000), 375.