M. an Albert Hardenberg [in Speyer].
- [Wittenberg], 25. März [1544]
[1] H. hatte M. geschrieben, daß [Peter] Medmann [nach Straßburg] gereist ist, um [Martin] Bucer zu holen. Beide sollen M. über die wichtigen Ereignisse des [Reichs]tags unterrichten.
[2] M. empfiehlt seinen Schüler und Freund Christoph [Meienburg], der den [Reichs]tag sehen möchte, und teilt H. mit, daß nach H.s Abreise [aus Wittenberg] eine Gesandtschaft der Stadt Braunschweig wegen Empfehlung eines Superintendenten kam [⇨ 3532]. M. nannte u.a. H., obwohl er nicht weiß, ob ihn der [kurkölnische] Hof freigibt; Bedenken der Braunschweiger gegen H.s [holländische Mutter]sprache entkräftete M. durch Hinweis auf H.s [Studien]aufenthalt in Mainz. H. soll mit [Dietrich von] Büchel, Medmann und Bucer darüber sprechen.
[3] Den Augustinerprior [Michael Diller] lobten außer H. auch andere. M. freut sich, daß in Speyer evangelisch gepredigt wird.
[4] Medmann soll dem Christoph behilflich sein, [Kf. Hermann von Köln] zu sehen.
Fundort:
CR 5, 340f Nr. 2891.
‒ MBW.T 13.
Datierung:
Jahr wie 3488. Am 8.3.1544 berichten die Straßburger Gesandten in Speyer, daß Bucers Entsendung von Lgf. Philipp und vom Kölner Eb. dringend gewünscht wird: Pol. Corr. Straßburg 3, 464 Nr. 439; über Bucers verschiedene spätere Reisen zum Reichstag vgl. Lenz 2, 248 Anm.1. Über die Predigten in der kurkölnischen Herberge vgl. Lenz 2, 247f Anm.4; Diller mußte während des Reichstags die Stadt verlassen (RE 4, 660).