[1] M. bedauert die (u. a. astrologisch bedingte) Uneinigkeit der Professoren an der [Königsberger Hochschule]. Er hat A.s Angebot, das Rektorat zu übernehmen, an Joachim Camerarius und [Johannes] Spangenberg weitergeleitet [3365; 3369]. Camerarius ist in Leipzig gebunden [⇨ 3377.1]. Wenn auch Spangenberg erwartungsgemäß abgelehnt hat, will M. an [Johannes] Gigas schreiben und gemeinsam mit Camerarius noch andere Kandidaten erwägen und zur Leipziger [Neujahrs]messe Bescheid geben [4. 1. 1544].
[2] Nachrichten über den Krieg zwischen dem Kaiser und Kg. [Franz I.] von Frankreich (Landrecy; Astrologie) und über die Türken (Marseille).
[3] Hz. Moritz von Sachsen ist zum Kaiser geritten, vielleicht um in der braunschweig[-wolfenbüttelischen] Angelegenheit einen Frieden herbeizuführen [⇨ 3384; 3389.2f]. Die rheinischen Kurfürsten wurden vom Kaiser beauftragt, vor dem [Speyrer] Reichstag Artikel zu beraten, u. a. über die Religionsfrage; [Hermann] von Köln und [Ludwig] von der Pfalz sind für Reform und Frieden, [Albrecht] von Mainz nicht.
[4] M. befürchtet Unruhe durch Julius Pflug [⇨ 3374.3], da dessen Anhänger im [Naumburg-]Zeitzer Stiftsadel, die [Nikolaus von] Amsdorf nicht anerkennen, von Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen enteignet wurden.