[1.1] Das fabelhafte Alter der Skythen und die beiliegende freundliche Einladung des Hz. [Albrecht] von Preußen an C. [vom 7.10.1543: Tschackert, UB 3, 48 Nr. 1580; ⇨ MBW 3334.4] würden M. zur Emigration verlocken, weil er den Wahnsinn der Fürsten nicht mehr mit ansehen kann. Doch um der Kirche willen müssen M. und C. auf ihrem Posten bleiben.
[1.2] Bis der Bote, ein junger preußischer Adliger [NN], aus Hessen zurückkehrt, sollen die Antworten bereitliegen. [Johannes] Spangenberg, der beim Ruf nach Magdeburg [als Nachfolger Amsdorfs] Nordhausen treu blieb, und [Johannes] Gigas, der geheiratet hat, werden voraussichtlich ablehnen. Letzterer ist für die Stelle [des Rektors der Hochschule] nicht geeigneter als der früher [⇨ 3061.1] entsandte [Melchior] Isinder; denn es gilt, mit dem Besserwisser [Wilhelm Gnapheus] fertigzuwerden. M. will die Entscheidung bis zur [Leipziger] Messe Anfang Januar vertagen.
[1.3] M. schlägt Friedrich Staphylus vor, der gegenwärtig Erzieher des jungen Gf. [Ludwig von Everstein-]Naugard ist.
[2] C. soll Bucers Brief [an M. über den Präventivkrieg] lesen und M.s Antwort [3364] nur dem von Bucer beauftragten Boten geben oder zerreißen.
[3] Der Bruder des [Franciscus] Dryander, [Jaime Enzinas], war noch nicht in [Wittenberg]. Mündlich über C.s Erläuterungen zur Geschichte Johannes [des Täufers?].
[4] Soeben kam umfangreiche Post von Eb. [Hermann] von Köln [⇨ 3364.3] und von [Johannes] Richwin.