[1] Hz. Wilhelm von [Kleve-]Jülich hat zur Beratung über die Einführung der Reformation in seinem Land um die Entsendung der Adressaten und Bugenhagens gebeten. Der Kf. hat ihn unterrichtet, daß Bugenhagen nicht bei [Eb. Hermann] von Köln ist, und zugesagt, an D. und M. zu schreiben; doch könne M. an der Universität Wittenberg nicht lange entbehrt werden.
[2] M. soll [Eb. Hermann] um Urlaub bitten.
[3] Der Kf. hat Hz. Wilhelm geraten, auch Abgesandte des [Eb. Hermann] von Köln hinzuzuziehen.
[4] Er warnt vor Halbheiten und verlangt eine Reformation im Sinne der CA.
[5] Sein Verdacht, daß Hz. Wilhelm einen Kompromiß erstrebt, stützt sich auf dessen Schreiben und einen übersandten Religionsartikel, den der Kf. für den im Heiratsvertrag vorgesehenen Erbfall [⇨ 3213] annehmen soll.
[6] Nochmals Ermahnung zu echter Reformation und Kampf gegen einen Kompromiß.
[7] Der Kf. empfiehlt die Annahme der Reformation [⇨ 3239.1] des Eb. von Köln.
[8] M. soll nach Ende der jülicher Verhandlungen nach Wittenberg zurückkehren.