[1.1] M. entschuldigt seine Säumigkeit im Schreiben in den letzten zwei Jahren mit den ständigen Verhandlungen. Trotz Handverletzung [⇨ 2647ff] schreibt er nun auf Veranlassung des Gf. Anton von Isenburg und bittet Med., dessen Sohn [Georg] nicht nur ein Semester, wozu er sich schon verpflichtet hatte, sondern mindestens ein Jahr als Präzeptor nach Wittenberg zu begleiten.
[1.2] M. möchte möglichst lange mit Med. zusammensein, und er rühmt ihm das akademische Leben, das er dem politischen vorzieht.
[1.3] Der Gf. macht vor allem psychologisch-pädagogische Gründe gegen einen raschen Wechsel des Betreuers geltend, was M. bekräftigt,
[1.4] und er stellt ihm vor Augen, wie wichtig für Staat, Wissenschaft und Kirche die Geneigtheit der Adligen, um deretwillen er selbst sich mit ihnen einläßt, und die Erziehung ihrer Kinder ist.
[1.5] Abschließende Bitte.
[2] Über den Reichstag hoffentlich mündlich. Der Kaiser legte das [Regensburger] Buch vor; die [Protestanten] sagten offen ihre Meinung [2713]. Jetzt wird die Stellungnahme des Kaisers erwartet [⇨ 2712.2]. Gewisse Kreise behindern dessen maßvolle Absichten. Gebet.