M. an Johannes Weinlaub [in Berlin].
- Regensburg, 29. Mai 1541
[1] Trotz Schmerzen in seiner Rechten will M. den Boten, von dessen morgiger Abreise er zufällig bei [Georg] Sabinus erfuhr, nicht ohne einen Brief ziehen lassen.
[2] Der Kaiser erachtete die Religionsfrage für vordringlich. Julius [Pflug], [Johannes] Eck, [Johannes] Gropper, [Martin] Bucer, [Johannes] Pistorius und M. berieten über das [Regensburger] Buch [⇨ 2705.2.2]. Außer der Rechtfertigungslehre [⇨ 2705.2.4] konnte nichts gebilligt werden, sondern es wurden eigene Artikel eingereicht [2713]. Jetzt wird die Stellungnahme des Kaisers [CR 4, 389-391 Nr. 2261] erwartet. Ihm gesteht M. gute Absichten zu. Das genannte Buch sah W. vermutlich am kurmärkischen Hof [⇨ 2695]. M. stellt die erwähnten [protestantischen] Artikel in Aussicht.
[3] M. bittet um rasche Verwirklichung der von [Kf. Joachim II.] von Brandenburg bewilligten Gehaltsaufbesserung für seinen Schwiegersohn Sabinus [⇨ 2492].
Fundort:
CR 4, 347f Nr. 2253.
‒ MBW.T 10.