M. an Justus Jonas [in Wittenberg].
- Regensburg, 29. März 1541
[1] Mitteilungen über den Reichstag soll J. dem Brief an Luther [2648] entnehmen. Anbei eine Kopie des Urteils Roms über [Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel]. Der Bf. von Hildesheim [Valentin von Tetleben] hat den Ständen von den Anschlägen [Hz. Heinrichs] auf sein Leben und Stiftsgebiet berichtet und damit die Aussagen der von [Kursachsen und Hessen] gefangengenommenen Helfershelfer dieses Verbrechers bestätigt.
[2] Papst [Paul III.] führt um das Hzt. Urbino gegen die Colonna Krieg, statt sich um die Lehre zu kümmern.
[3] Der Bf. von Winchester [Stephan Gardiner] diskutierte [in Nürnberg] mit [Andreas] Osiander über die Rechtfertigung.
[4] M. hält Ruprecht von Mosham, der beim Wormser Religionsgespräch anwesend war [⇨ 2594.4], für den Verfasser des Wälzers De Monarchia Pontificis Romani, der die Sündlosigkeit des Papstes behauptet. Neuerdings greift Mosham auch Eck an. M. nennt die Gegner der einfachen und klaren evangelischen [Rechtfertigungs]lehre böswillig.
[5] Man sagt, der Kaiser wolle bald nach Spanien zurückkehren.
Fundort:
CR 4, 144f Nr. 2172.
‒ MBW.T 10.
Nachtrag:
4: Laut Remigius Bäumer: Zs. für bayerische Landesgeschichte 44 (1981), 616, war Ruprecht von Mosham nicht der Verfasser von De monarchia Pontificis Romani.
Personen:
Colonna, römische Familie: GNDHagrid
Eck, Johannes: GNDHagrid
Gardiner, Stephan: GNDHagrid
Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel: GNDHagrid
Jonas, Justus: GNDHagrid
Karl V., Kaiser: GNDHagrid
Luther, Martin: GNDHagrid
Melanchthon: GNDHagrid
Mosham, Ruprecht von: GNDHagrid
Osiander, Andreas: GNDHagrid
Paul III., Papst: GNDHagrid
Tetleben, Valentin von: GNDHagrid