M. an Joachim Camerarius [in Tübingen].
- [Worms], 19. Januar 1541
[1] Bericht über die öffentliche Disputation mit [Johannes] Eck über die Erbsünde. Privat und bei [Nikolaus] Granvella stimmte Eck der evangelischen Lehre zu, öffentlich schmähte er sie. M. hebt seine dritte Widerlegung [CR 4, 64-73] hervor. Genaueres wird C. durch [Balthasar Käuffelin] erfahren.
[2] Da Granvella zum Kaiser nach Speyer ging, wurden die Gesprächsteilnehmer entlassen. Er versprach, beim Kaiser und beim Reichskammergericht für den Frieden zu wirken.
[3] Die bisherigen Erfahrungen mahnen für die Fortsetzung in Regensburg zur Wachsamkeit gegen die Listen der Gegner.
[4] M. wurde gegen seinen Rat [mit Bucer] zu [Granvella] entsandt, wo er eine von Eck verfaßte Kompromißformel [über die Erbsünde: CR 4, 32f Nr. 2131], ohne sie zu billigen, entgegennahm [vgl. CR 4, 86]. Dies quält ihn jetzt.
Fundort:
CR 4, 88f Nr. 2136; Cod.II, 122f; MSA 8, Nr. 378.
‒ MBW.T 10.