M. an Paul Eber im Hause M.s [in Wittenberg].
- Eisenach, 8. Juli 1540
[1] Am Tag nach E.s Abreise [aus Weimar am 3.7.1540: WAB 9, 167-170 Nr. 3509, bes. Anm.13] brach man nach Eisenach auf. Die Fahrt war erträglich, zumal M. gerne fährt. Doch wäre er lieber nach Hause gereist. Trotz Besserung leidet er noch an seiner Krankheit. Der Urheber [Lgf. Philipp von Hessen] verspricht jetzt, sich [bezüglich seiner Doppelehe] an die [sächsischen] Ratschläge zu halten [⇨ 2459.1].
[2] Das Gespräch [in Hagenau] hat noch nicht begonnen. Bf. [Giovanni Morone] von Modena, der Nuntius bei Kg. Ferdinand, bestreitet den Fürsten das Recht, ohne den Papst über kirchliche Dinge zu beschließen, und stellt ein Konzil in Deutschland in Aussicht [⇨ 2459.2].
[3] Zum Bf. von Würzburg wurde [Konrad] von Bibra gewählt, nicht Moritz [von Hutten] oder Daniel [Stibar].
[4] Grüße an M.s Frau [Katharina], Tochter [Magdalena] und Sohn [Philipp d.J., der den todkranken Vater in Weimar besucht hatte].
Fundort:
O.Waltz: ZKG 4 (1881), 288f [H2240].
‒ MBW.T 9.
Nachtrag:
Regest zu ergänzen: [5] Gestern kam Johannes [Koch] ebenfalls in Eisenach an.