M. an Georg Spalatin [in Altenburg].
- [Wittenberg], 1. Februar 1540
[1] Wegen Arbeitsüberlastung und Sorgen kann M. oft nicht antworten. Der [Altenburger] Ratsschreiber [NN] hat [in Wittenberg] vermutlich nichts gegen Sp. vorgebracht, sondern verhandelte nur in Sachen eines Mädchens; Luther würde auch eine Beschuldigung Sp.s, den alle schätzen, gar nicht zulassen.
[2] Die [Wittenberger] sind für den nächsten Monat auf den Bundestag nach Schmalkalden bestellt worden [2357]. Da Kaiser Karl über die Eintracht der Kirchen verhandeln will, mußten sie Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] ein Gutachten [2352] schicken; Sp. soll es lesen. Vielleicht ließ die Türkengefahr den Kaiser von einem Krieg in Deutschland Abstand nehmen.
Fundort:
CR 3, 951f Nr. 1925.
‒ MBW.T 9.