[1] Wider die Verächter der Naturwissenschaften.
[1.1] Trotz der unbestreitbaren Unzulänglichkeit der einschlägigen Lehrbücher ist die Erkenntnis der Spuren Gottes in der Natur gottgewollt und von unerläßlichem Nutzen für das Leben.
[1.2] Die Skepsis führt zu Barbarei, und die Spötter haben nichts Besseres vorzuweisen.
[1.3] Die Machthaber überlassen diese Aufgabe Privatleuten.
[1.4] Die Anthropologie beginnt zwar mit banalen Beobachtungen, kommt aber ohne gelehrte Tradition nicht aus.
[1.5] Ihre theologische Relevanz (Gregor von Nyssa [De hominis opificio: MPG 44, 123-255; vgl. auch De anima: MPG 45, 187-222] empfehlenswert)
[1.6] und ihre Auswirkung auf die Frömmigkeit,
[1.7] insbesondere hinsichtlich Urstand, Sünde und Verheißung.
[1.8] Die Blindheit ihrer Verächter.
[2] Über das vorliegende Buch.
[2.1] Es ist ein Teil der von M. angeregten Physik-Vorlesungen des Jakob Milichius.
[2.2] Es soll im Vergleich mit anderen studiert werden, insbesondere mit [Ludwig] Vives [De anima et vita libri tres. Basel, Robert Winter, 1538], Velcurio [= Johannes Bernhardi, Epitome librorum Aristotelis de anima. Basel 1537] und Isennacensis [Jodocus Trutfetter: Quam Iudocus philosophiae naturalis summam elucubravit, eandem hoc libello comperies. Erfurt, Matthäus Maler, 1517].
[2.3] M.s Anlehnung an Aristoteles findet durch sein Christentum eine Grenze. Der Stil entspricht noch nicht seinen Absichten. Verbesserungen werden namentlich von Joachim Camerarius erbeten.
[3] Widmung an B.
[3.1] M.s Freundschaft mit B.
[3.2] Die politische Unordnung als Folge der seelischen.
[3.3] Die Förderung der Bildung ist der gebotene Dienst an der Kirche,
[3.4] der aber weitgehend vernachlässigt wird.
[3.5] B. soll sich weiterhin bei seinen Mitbürgern dafür einsetzen.
[3.6] M.s Geschenk ist weder dem Empfänger noch dem Thema adäquat.
[3.7] In der Ewigkeit wird der Schöpfer selbst die volle Erkenntnis schenken. Dann werden die Epikureer widerlegt sein.
[3.8] M.s gewissenhafte Traditionsverbundenheit.