[1] Gruß.
[2] Zurückweisung der Schuld am Scheitern der Bündnisverhandlungen.
[2.1] Die Gesandten des Kf. und des Lgf. Philipp von Hessen [⇨ 2187f] hatten keine Vollmacht für eine gegenseitige Verpflichtung in allen Fällen, da mit einer solchen Forderung nicht gerechnet wurde,
[2.2] und wenn Christoph Mont und [Thomas Paynell] dies in Frankfurt/[Main] mitgeteilt hätten [⇨ 2181], so wäre die Gesandtschaft unterblieben, denn schon gegenüber dem Bf. von Hereford [Edward Fox] und [Nicholas Heath] wurde klargestellt, daß ein Bündnis gemeinsame Lehre zur Voraussetzung hat, und daß [der Schmalkaldische Bund] nicht in die internationalen Konflikte des Kg.s verwickelt werden darf [⇨ 1722].
[2.3] Der Verdacht, der Kg. selbst wolle das zuerst von ihm angestrebte Bündnis nicht mehr,
[2.4] wird durch das [Sechs-Artikel-Gesetz vom 28.6.1539] bestätigt, das die Lehre der CA verdammt, und das schon in der Beratung war, als Mont in Frankfurt verhandelte.
[2.5] Eine Vollmacht zum Abschluß durch die Gesandten hätte auch den diplomatischen Gepflogenheiten widersprochen.
[3.1] Das Zutrauen zum Kg. war so groß, daß die Nachricht von jenem Gesetz erst geglaubt wurde, als ein gedrucktes Exemplar vorlag.
[3.2] Die Beschwichtigungen Monts überzeugen nicht, sondern dieses Gesetz verfälscht die Glaubensgerechtigkeit und unterwirft England faktisch wieder dem Papst.
[3.3] Deshalb kann vom Kg. im Kriegsfall kein Schutz erwartet werden, und die deutschen Theologen dürfen gegen jenes Gesetz polemisieren.
[4.1] Um des Gewissens willen mußte dies gesagt werden.
[4.2] Im weltlichen Bereich wird das Wohlwollen des Kg.s weiterhin begehrt,
[4.3] und die persönliche Wertschätzung Monts ist nicht gemindert.