[Schreiben an Kg. Heinrich VIII. von England].
[1] Die Gesandten [Christoph Mont und Thomas Paynell] wurden einige Wochen festgehalten, bis die Friedensverhandlungen mit den Gesandten des Kaisers [Johann von Weeze] und Kg. Ferdinands [Jakob Frankfurter] ein mitteilbares Ergebnis zeitigten. Mittlerweile erhielten jene den Brief des Kg.s vom 10. März [LP 14/1, 191-193 Nr. 490] nach 10 Tagen Beförderungsdauer.
[2] Dank für die darin ausgedrückte Gesinnung des Kg.s.
[3] Die Meldungen über das Gespräch des Kaisers mit dem englischen Gesandten am Kaiserhof sind zutreffend, denn der Kaiser wird seit Jahren vom Papst und seinen Anhängern gegen die [deutschen Protestanten] eingenommen, die ihm gleichwohl den schuldigen Gehorsam leisten und nur um der evangelischen Wahrheit willen sich dem Papst widersetzen.
[4] Über den Stand der Friedensverhandlungen.
[5] Die Gesandten [Franz Burchard und Ludwig von Baumbach] sind instruiert [Mentz, Johann Friedrich 3, 430-434 Nr. 23; vgl. 2, 193 Anm.2] zu erkunden, was im Falle eines Religionskrieges vom Kg. an Verteidigungshilfe zu erwarten ist und was er als Gegenleistung verlangt.