[1] Nach Ablehnung des ersten Friedensentwurfs [⇨ 2160.1] wurde ein ähnlicher vorgelegt [⇨ 2178]. Die Krankheit (Syphilis) des Lgf. [Philipp von Hessen] läßt die [Schmalkaldener] ohne Anführer. M. ist zuversichtlich, obwohl der kaiserliche Gesandte [Johann von Weeze] immer noch Neuaufnahmen in [den Schmalkaldischen Bund] unterbinden will. Da er von dieser unzumutbaren Bedingung nicht abgeht, hat M. aufgehört, sich [für ein Entgegenkommen] einzusetzen. Die [Schmalkaldener] erwägen Rüstungen.
[2] [Lgf. Philipp] erhielt gestern die Nachricht, daß [Hz. Heinrich von] Braunschweig[-Wolfenbüttel] Bremen angreifen will. M.s Gottvertrauen trotz Fehlern der [Schmalkaldener].
[3] Des C. Schriften [De tractandis equis u.a. Tübingen, Ulrich Morhart, 1539] machten M. Vergnügen; leider kann er C. nicht besuchen.
[4] In Rom wurde beraten, ob zuerst Deutschland oder England angegriffen werden soll. Nach Abschluß eines ‚Anstandes‛ sollen, so fordert der kaiserliche Gesandte, Vertreter beider Parteien in Nürnberg über die Lehre und die Kirchenreform verhandeln; doch M. traut den Vorschlägen der Gegner nicht.
[5] Dank für das Lob M.s in C.s Schriften [3]. Anbei zwei Münzen; die dritte, eine Goldmünze des Theodosius, gab M. Jakob Sturm, der M. das Christusmonogramm deutete. C. soll seine Antwort über Veit [Dietrich] zur Leipziger Messe schicken.