[Über die Reformation im Hzt. Jülich, Kleve, Mark und Berg].
[1] Im Gebiet von Jülich gibt es erstens zahlreiche Papisten, darunter die [Herzoginmutter Maria], ferner die gefährlichere Gruppe der Reformkatholiken im Stile der Kölner Reformation [von Johannes Gropper], wozu auch die Skeptiker zählen, und drittens die Wiedertäufer und [Johannes] Campanus. Eine rasche Einführung der Reformation ist unmöglich.
[2] [Kf. Johann Friedrich] soll [Hz. Wilhelm von Kleve-Jülich] gegen den Kaiser stärken durch Hinweis auf seine Fürstenpflicht, die Alternative Verfolgung oder Reformation, die Wiedertäufergefahr, das Schutzbedürfnis der niederländischen Städte.
[3] Eine eidliche Verpflichtung auf den Katholizismus bindet nicht.
[4] Erste Maßnahmen: Evangelische Prediger, Visitation und Katechismus, Verbot reformationsfeindlicher Predigt, Schulen, Klöster.
[5] Kirchenordnung erst später. Kein Religionslandtag beim Regierungsantritt. [6 (zu 4)] Laienkelch, Privatmessen, Priesterehe.