[1] M. hat am 1. Januar [in Leipzig] durch [Matthäus Irenaeus] Francus den unterwegs bei Brenz [in Schwäbisch Hall] geschriebenen Brief des C. erhalten; später kamen zwei Briefe aus Tübingen; M. ist froh, daß C. trotz seiner Beinbeschwerden gut nach Hause kam.
[2] Nach C.s Abreise aus Wittenberg [⇨ 2117f] begannen höchst wichtige politische Beratungen der Fürsten [⇨ 2121], die große Mühe machten. M. reist mit den anderen heute zu Verhandlungen nach Frankfurt/[Main] ab.
[3] Lgf. [Philipp] von Hessen hat zwei Diener des [Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] gefangen; der eine sollte ihn ermorden, bei dem anderen [dem Sekretär Stephan Schmitt] wurden diskriminierende Bündnisdepeschen an [Eb. Albrecht von Mainz] gefunden. [Hz. Georg von Sachsen] dagegen scheint sich von dem [Nürnberger] Bund [⇨ 2123.1] lösen zu wollen. Auf der letzten Leipziger Messe [vgl. die Berichte Brücks an Kf. Johann Friedrich von Sachsen vom 1., 2. und 3. Januar: CR 3, 621-629 Nr. 1762-1764, und Bucers an Lgf. Philipp (mit Zusätzen von M.): Lenz 1, 63-68 Nr. 23] verhandelten Bucer, der [hessische] Kanzler [Johannes Feige], [Gregor] Brück und M. mit [Georg von Carlowitz, Ludwig Fachs und Georg Witzel]. Aus Frankfurt mehr über die Politik. Fürbitte für die [evangelischen] Fürsten. Angesichts der Ruchlosigkeit der Gegner, namentlich des [Wolfenbüttelers], der jedoch nur Werkzeug eines Hintermanns [Kaiser Karl?] ist, muß man trotz gewisser Unzulänglichkeiten die [Protestanten] unterstützen.
[4] Anbei ein Brief [vom] Vater des [Josef Maier, ⇨ 2052], der das Tübinger Mädchen [NN] betrogen hat. M. hält es aufgrund seiner Erfahrungen mit [Georg Sabinus] für gut, daß die Ehe nicht zustande kam.