M. an Justus Jonas [in Zerbst]. - [Wittenberg], 14. Mai [1538]

[1] Der Mädchenschullehrer Jakob [NN] ist schuld, daß M. nicht häufiger schrieb. J.s [Tochter] Sophie ist gesund. Franz [Burchard] und [Friedrich] Myconius sind gestern [nach England] abgereist; sie werden wohl bei J. gewesen sein.

[2] Gerüchte über die Ankunft des Kaisers in Nürnberg.

[3] M. berichtet über die bevorstehende [Reformation] in der Mark [Brandenburg], die [Kf. Joachim II. von Brandenburg] gemäß dem Wunsch des Volkes und der Mehrheit des Adels, aber gegen den Widerstand der Priester durchführen will, weshalb ihn Kg. Ferdinand vorgeladen hat. M. hatte ihn von J. gegrüßt.

[4] M. hat an Wilhelm [NN] geschrieben, der seine Verlobung mit Anna [NN] plötzlich auflösen will. M., der zu seinem Bedauern die Haltlosigkeit seines Schwiegersohnes [Georg Sabinus] nicht vorhergesehen hat, hält es für unklug, daß die Mutter des Mädchens darauf besteht.

[5] Der Rechtsstreit zwischen [N.] von Metzwitz und [Martin?] List wird noch Mühe machen. Nach der letzten Visitation, an der Luther und Hieronymus [Schurff] teilnahmen, schrieben M. und [diese] an [Kf. Johann Friedrich]; auch [Gregor] Brück unterstützte dies.

[6] In der Ehesache des [N.] Brant ist ein Urteil ergangen. M.s Sorgen und Mühen.

Fundort:
CR 3, 521-523 Nr. 1673. ‒ MBW.T 8.
Datierung:
Jahr: Gesandtschaft von Burchard und Myconius, vgl. 2029f und WAB 8, 219f Nr. 3228 mit 13, 262f. Über die Erkrankung der Sophie J. schrieb Luther am 12.5.1538 an J.: WAB 8, 217f Nr. 3227, Z.18-21. Zu 3 vgl. bei MBW 2022f.

Normdaten
Personen:

Brück, Gregor: GNDHagrid

Burchard, Franz: GNDHagrid

Ferdinand: GNDHagrid

Joachim II. von Brandenburg: GNDHagrid

Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GNDHagrid

Jonas, Justus: GNDHagrid

Karl V., Kaiser: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Myconius, Friedrich: GNDHagrid

Sabinus, Georg: GNDHagrid

Schurff, Hieronymus: GNDHagrid

Orte:

Wittenberg: GeonamesHagrid

Zerbst: GeonamesHagrid