[1] Matthias [Garbitius] reist nach Tübingen; M. gab ihm einen Brief [1951] an den Senat der Universität mit, der gekünstelt geriet, doch kann ihn M. wegen Arbeit und familiären Kummers nicht neu schreiben; seine Anfeindungen behindern seine Studien nicht. C. soll mitteilen, wie er aufgenommen wurde. M. wünscht, daß Matthias [Garbitius] Griechisch lehrt und C. die wichtige lateinische Stilbildung übernimmt.
[2] Über seine eigenen Angelegenheiten schrieb M. an Brenz [1952]. [Kf. Johann Friedrich] ist anwesend; M. wird heute von den Räten wegen seines Briefes an [Jakob Schenck, ⇨ 1941.2] über den Abendmahlsempfang [Laienkelch] zur Rechenschaft gezogen. Es würde ihm nicht leidtun, wenn er aus seinen Fesseln entlassen würde und sich ganz dem [humanistischen] Unterricht widmen könnte. M. schickt seine gegen [Jakob Schenck] gerichtete Kuckucks-Rede [⇨ 1948.3] sowie Luthers Predigt [⇨ 1952.2.4], die den Antinomismus des [Johannes Agricola] zurückweist; M. wäre dafür wieder kritisiert worden.
[3] Nachrichten über Italien, die Belagerung von Korfu [⇨ 1954.1] durch die Türken, den Krieg zwischen Kaiser und Frankreich. M. bittet um das Horoskop des [Kg. Franz I.] von Frankreich und um C.s Prognose für das kommende Jahr. M. will sobald wie möglich zu C. reisen.
[4] Dem [Jacopo] Sadoleto [1913] will M. demnächst antworten, privat wie dieser. Andere schrieben aus Italien an M. über [kirchen]politische Fragen, denen M. sich nicht gewachsen fühlt. Gruß an [Leonhard Fuchs]. M. hofft, daß C. [am 18. Oktober] Rektor wird.