M. an Justus Jonas [in Naumburg]. - [Wittenberg], 17. August [1536]

[1] M. vermißt das Gespräch mit J., den er bald zu sehen hofft.

[2] Nachrichten aus Italien über Hz. Heinrich von Braunschweig[-Wolfenbüttel] und den Krieg zwischen Kaiser und Frankreich; Vermutung über die Politik des Papstes [Paul III.]. Auf Fragen des Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] wurde ein Gutachten über das Konzil [1769] verfaßt; M. wünscht nicht spitzfindige, sondern konstruktive Verhandlungen.

[3] An der Universität und in [Wittenberg] herrscht Ruhe. Hans Lösers Frau ist gestorben. M.s Frau leidet an einer Leberkrankheit; trotzdem will M. am [25./26.] abreisen. M. hört von Unruhen in Württemberg wegen vertriebener Mönche. Er befürchtet, daß der Kaiser aufgebracht wird.

Fundort:
CR 3, 125f Nr. 1457; MSA 8, Nr. 297. ‒ MBW.T 7.
Datierung:
Jahr aus 2. Vgl. auch Luthers gleichzeitigen Brief WAB 7, 503f Nr. 3067.
Nachtrag:
3: Hans Lösers Frau ist Ursula von Portzig.

Normdaten
Personen:

Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel: GNDHagrid

Johann Friedrich d. Ä. von Sachsen: GNDHagrid

Jonas, Justus: GNDHagrid

Karl V., Kaiser: GNDHagrid

Löser, Hans: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Melanchthon, Katharina: GNDHagrid

Paul III., Papst: GNDHagrid

Orte:

Naumburg: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid