M. an einen Hauptmann [NN]. Dt. - [Wittenberg oder Jena, 1535]

[0] M. antwortet auf eine Anfrage, die vom [theologischen] Sachverstand N.s zeugt.

[1] Über die Kirche.

[1.1] Sie ist da, wo Gottes Wort ist, auch unter dem Papsttum, mit wechselnder Reinheit in ihrer Geschichte.

[1.2] Den Vorwurf des Schismas weist M. zurück (u.a. Bischöfe als Verfolger und Mörder).

[1.3] Der Kelchentzug ist einer der vielen Mißbräuche. Die kirchliche Tradition ist nach Gottes Wort zu beurteilen.

[1.4] Zusammenfassung.

[2] Über die Verbindlichkeit des Laienkelchs.

[2.1] M. wiederholt, was er der von N. genannten Person [NN] schon einmal mitgeteilt hat [1341a]. Die Glaubensartikel zu wissen ist nötig.

[2.2] Die Einsetzung der beiden Gestalten ist als Zeremonie dispensierbar. M. hat in diesem Jahr geraten [⇨ 1904.2], daß eine Frau [NN] in Delitzsch auf den Kelch verzichten soll, damit sie bei Mann und Kindern bleiben darf, was der höhere Wert ist.

[2.3] Man soll den status confessionis nicht provozieren.

[3] M. ist zu weiterer Diskussion bereit.

Fundort:
CR 2, 883-886 Nr. 1282. ‒ MBW.T 6.
Datierung:
Jahr aus 2.2. Laut 1904.2 vom 20.5.1537 liegt M.s Ratschlag für die Frau zwei Jahre zurück. Den in 1.2 gegen die Bischöfe erhobenen Vorwurf, Mörder von Christen zu sein, hatte CR mit dem Brief Luthers an Eb. Albrecht von Mainz vom 31.7.1535 (⇨ 1700.2) in Verbindung gebracht, worin jener Albrecht wegen der Hinrichtung des Hans von Schönitz angreift. 1683a ist deshalb bereits von CR ins Jahr 1535 eingeordnet worden.

Normdaten
Personen:

Albrecht von Brandenburg, Eb. von Mainz: GNDHagrid

Luther, Martin: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Schönitz, Hans von: GNDHagrid

Orte:

Jena: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid