M. an Franz Burchard in Wittenberg. - [Dessau, 25. Juli 1534]

Nachdem M. am gleichen Tag schon durch Augustin [Schurffs] Diener Jakob [NN] Briefe an Johannes [Koch] und [Alexander] Alesius geschickt und B. um Neuigkeiten gebeten hatte, gibt er dem Peter [Beskendorf] diesen Brief mit. Obgleich er morgen mit Post von B. rechnet, bittet er ihn dringend um Nachrichten, falls er am Montag [27. 7.] nicht heimkehrt. [Luther] und M. werden von den Fürsten [Joachim und Georg] von Anhalt länger als erwartet festgehalten. Keine Neuigkeiten, da auch [Heinrich Stromer oder Sebastian Roth] aus Auerbach gestern nur Bekanntes über [Lgf. Philipp von Hessen] brachte. Gruß an Jonas.

Fundort:
CR 2, 794 Nr. 1224. ‒ MBW.T 6.
Datierung:
Datum: Die res Macedonicae beziehen sich offenbar auf die Ereignisse des Sommer 1534 (Restitution des Hz. Ulrich von Württemberg). Ein späterer Ansatz von 1464 ist wegen der Verbannung Beskendorfs (vgl. WA 38, 351) und B.s Übertritt in den Hofdienst (⇨ 1690) unwahrscheinlich, und vorher war M. mit den Anhaltinern noch nicht so vertraut. Also ist 1464 während des Besuches vom 24. bis 28. Juli (⇨ 1465) geschrieben. Da am gleichen Tag schon einmal Post abging, scheidet der 24. aus. Da M. von ‚Montag‛ und nicht von ‚morgen‛ spricht, kommt auch Sonntag der 26. nicht in Betracht. Da laut Georg Helt an Fürst Joachim von Anhalt, 29. 7. 1534 (Clemen, Helt-BW 74 Nr. 109), und MBW 1471 auch Jonas in Dessau war, den 1464 in Wittenberg voraussetzt, dürfte Jonas erst zur Ablösung M.s, vermutlich am 27., nach Dessau gefahren sein. Vgl. auch WAB 7, 115 Anm. 4 (statt ‚fris‛ ist ‚fratris‛ zu lesen; gemeint ist Franz Burchards Bruder Johannes).

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