[1] Da M. Briefe von C. und Georg [Höpel] durch den mit Familie reisenden Priester [NN] sehr verspätet erhielt, konnte er die Anwesenheit des [Kf. Johann Friedrich von Sachsen] und anderer Leute, die C. wohlwollen, im Februar nicht für des C. [Berufung an die Universität Wittenberg] ausnutzen; dennoch hofft er, die Sache bald zu einem guten Ende zu bringen. Gerüchte über einen Fürstentag in Frankfurt/[Main] wegen der [Königs]wahl Ferdinands.
[2] Da M. seine Privatschule aus Zeitmangel schon vor mehreren Jahren aufgelöst hat, kann er den Sohn [N.] des [N.] Stromer nicht bei sich aufnehmen; er empfiehlt Veit [Örtel] oder [Veit] Amerbach als Präzeptoren.
[3] Anbei eine Zeichnung der [Innsbrucker] Wunderzeichen [⇨ 1305.2]. C. soll sein Urteil über den ihm von M. geschickten Polybios [⇨ 1305.5] mitteilen.
[4] Über die Trinitätslehren von [Michael] Servet, den M. viel liest, von Tertullian und von Irenaeus.
[5] C. soll mitteilen, was er über die Schweizer weiß. M. schreibt in Eile.
[6] M. hat ein Blatt von [Albrecht] Dürer erhalten. Dessen deutsche Schriften wird er aus Pietät aufbewahren, obwohl sie ihm nicht von Nutzen sind.