M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- Torgau, [28. Juli 1531]
[1] In Torgau erfuhr M., daß es [Lazarus] Spengler besser geht.
[2] Ob [Kf. Johann] den Reichstag [in Speyer] besucht, weiß M. noch nicht. M. hält Verhandeln für sinnlos, da Papst [Clemens] das Konzil ablehnt, wie Eb. [Albrecht] von Mainz, der Kaiser und der König von England nach zuverlässiger Quelle [⇨ 1168] bezeugen. Die schwäbischen und schweizerischen Unruhen erfordern aber Konzil oder Waffen. C. soll schreiben, was man vom Reichstag hält.
[3] Gervasius [Vain], Gesandter des Kg. [Franz I.] von Frankreich, war hier wegen der Wahl Kg. [Ferdinands]. Allgemeine Abneigung gegen die französische Politik. Kg. [Heinrich VIII.] von England ein Verräter. Die Drohungen des [Lorenzo] Campeggio bezüglich der Freundschaft mit Frankreich sind hinfällig; doch hält M. aufgrund von Weissagungen [⇨ 1162.2] den Kaiser den Franzosen für überlegen. Hoffnung auf Christus. Kritik an [dem Schmalkaldischen Bund]. Mehr mündlich.
[4] Beigefügten Brief [1169] soll C. an Brenz weiterleiten.
Fundort:
CR 2, 517f Nr. 997; Cod.I, 389.
‒ MBW.T 5.
Datierung:
Datum aus 4, vgl. 1168.
Nachtrag:
Regest 3 zu berichtigen: Der Satz ist zu streichen: Kg. [Heinrich VIII.] von England ein Verräter.