Tilemann Heshusen an M. [in Wittenberg].
- Heidelberg, 5. September [1558]
[1] Die Frequenz der Universität Heidelberg nimmt zu. Nachfolger des [Jakob] Micyllus, der sehr vermißt wird, wurde [Wilhelm] Xylander, der bei [Johannes] Froben war. Der von M. vorgeschlagene zweite theologische und hebräische Lehrstuhl ist noch unbesetzt.
[2] Heute nahm das Konsistorium seine Arbeit auf. [Petrus] Boquinus kann wegen Unkenntnis des Deutschen nicht mitwirken. Deshalb verlangt H. einen Kollegen.
[3] M.s Schüler Wendelin Martius aus Friedberg hielt eine gute Probepredigt und soll in der Pfalz angestellt werden.
[4] H. hat ein gutes Verhältnis zur Geistlichkeit. Nur [Justus] Velsius erregt Lehrstreitigkeiten; H. betrachtet ihn als Schwärmer.
[5] Kf. [Ottheinrich] von der Pfalz will für die Geistlichen Bücher drucken lassen. H. schlug die Confessio Saxonica [⇨ 6733] und die deutschen Loci [⇨ 6742] vor.
[6] Die Ordination wird wie in [Wittenberg] geübt.
Fundort:
Abschrift: Wolfenbüttel HAB, ehemals Landeshut, Ms. I, f.373v-374r.
Datierung:
Jahr: Bald nach H.s Amtsantritt in Heidelberg (⇨ 8576.3).