M. an Hubert Languet [in Frankfurt/Main].
- Leipzig, 28. März [1557]
[1] M. dankt für L.s Treue und lädt ihn ein, wieder in seiner Familie zu leben. In Caspar [Peucer] und dessen Sohn Caspar hat L. echte Freunde.
[2] M. erhielt einen Ruf von Kf. [Ottheinrich] von der Pfalz. Falls er annimmt, soll L. mitkommen. Doch ist die Stellungnahme des [kursächsischen] Hofes abzuwarten [⇨ 8196.1]. M. möchte den Flacianern entfliehen, aber überall gibt es böse Menschen.
[3] M. bedauert, daß sein Eintreten bei der Stadt Wesel zugunsten der französischen und englischen Flüchtlinge [8022f] erfolglos war.
[4] Bitte um Antwort. M. ist bei [Joachim] Camerarius, von dem er einen Brief beilegt. Er wartet auf Caspar [Peucer].
Fundort:
CR 9, 121f Nr. 6215 (Z.8: Iudico).
Datierung:
Jahr aus 2. Zum Zweck von M.s Besuch in Leipzig ⇨ 8166. M. nahm auch an einer Disputation des Camerarius de traditionibus teil; vgl. Georg von Carlowitz d.J. an Julius Pflug, 1.4.1557: Pollet, Pflug-BW 4, 270-273 Nr. 721.