M. an Joachim Camerarius [in Leipzig]. - [Wittenberg], 19. Januar [1557]

[1] M. wird seinen Kollegen über [die Berufung des Esrom Rudinger, ⇨ 8196.2] berichten. Er betet um Eintracht.

[2] M. empfiehlt den Überbringer Andreas Hefftel aus Königsberg in Preußen [⇨ 3702.2; ⇨ 8030], der im [evangelischen] Kloster Murrhardt lehrte (u. a. nach Brenz' Katechismus) und dann nach Bad [NN] kam, unter Berufung auf dessen Wertschätzung durch den „Patron in Albersbach“ [Vogt NN des Zisterzienserklosters Aldersbach] für die Stelle im Kloster [Waldsassen] bei Eger [⇨ 8172.4; ⇨ 8176.2].

Fundort:
CR 9, 22 Nr. 6155; Cod. II, 428 („in Albersbach“ von Cam. gestrichen; b statt d von M. offenbar verschrieben).
Datierung:
Jahr aus § 1. Es ging um die Besetzung der Physik-Professur, die vakant wurde, weil Paul Eber die Nachfolge des verstorbenen Johannes Forster antrat (Liber Decanorum 40f). Zu § 2 vgl. Georg Brunner, Geschichte der Reformation des Klosters und Stiftslandes Waldsassen (1901), 138: Der Administrator von Waldsassen Heinrich Rudolf von Weeze bat durch Schreiben vom 21. 12. 1556 C. um Vermittlung eines Gelehrten aus Wittenberg oder anderswoher, der im Kloster Waldsassen das Wort Gottes verkündigen und in der Schule Theologie unterrichten solle. Wohnung und Kost für ihn und seine Familie sowie 60 Gulden waren als Besoldung vorgesehen.

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