M. an Joachim Camerarius [in Leipzig].
- [Wittenberg], 19. September [1556]
[1] Obwohl M. außer bei seinen [Enkel]kindern am liebsten bei C. ist, bleibt er an seinem Arbeitsplatz, weil kein Auftrag des [kursächsischen] Hofes vorliegt und er für [Johannes Bugenhagen] angefangene Schriften vor der Leipziger Messe vollenden sowie Augsburg [⇨ 7977.4] und Polen [⇨ 7931.2; ⇨ 7964.1] antworten muß. Deshalb soll ihn C. beim Rektor [der Fürstenschule in Meißen, Georg Fabricius] entschuldigen [⇨ 8026.1].
[2] Die Furcht vor Gesprächen über eine Einigung mit [Flacius und Gallus] lähmt M. ebenfalls. M. wird alle Folgen seines Wirkens für die kirchliche Einheit tragen.
[3] In einem griechischen Brief offenbarte C. seinen Schmerz. M. will mit ihm über eine Antwort an [Matthias] Flacius [7955] sprechen.
[4] Anbei ein Brief von [Johann Baptist] Haintzel [⇨ 7956]. M. betet für die sichere Rückkehr der Familie des C.
Fundort:
CR 8, 849f Nr. 6075 (849 Z.4 v.u.: eundum); Cod. II, 416.
‒ MBW.T 26.
Datierung:
Jahr bes. aus 2 (⇨ 7890.2). Hierüber berichtete Zacharias Ursinus am 3.10.1556 dem Johannes Crato: Becker (wie bei 6933), 118f Nr. 28.