M. an Jakob Runge [in Greifswald].
- [Wittenberg], 25. März [1556]
[1] Gestern traf ein Brief des [Johannes] Freder an [Paul] Eber ein als Antwort auf [7611]. Freder schreibt, er sei der [pommerschen] Synode ferngeblieben, lehnt sie ab und kündigt eine Apologie an. Freder wird wieder [Matthias Flacius und Nikolaus Gallus] für sich gewinnen. M. kann den Streit durch Emigration leicht beenden. Auf einen Brief Freders vor zwei Monaten mit Angriffen auf M. und R. antwortete M. gemäß seiner Lebensweisheit nicht.
[2] R. soll den Überbringer Erdmann Copernicus (der in Brandenburg Schulrektor war) dem Hz. [Philipp von Pommern] und dem Kanzler [Jakob von Zitzewitz] für den juristischen Lehrstuhl in [Greifswald] empfehlen, den Joachim [Möritz] innehatte [⇨ 7849.4].
[3] Gedenktag Kreuzesopfer sowie Adam und Eva. Heute geht der Bote [Dr. Johannes Richter] mit der Antwort an [Kg. Maximilian II.: 7760] erneut ab.
Fundort:
CR 8, 723f Nr. 5954.
‒ MBW.T 25.
Datierung:
Jahr aus 1 (⇨ 7611; ⇨ 7852.2). Auch 3 ist eindeutig zuzuordnen.