M. an Friedrich Myconius [in Gotha].
- Weimar, 9. Januar [1529]
[1] [Johannes Francus] Portunus brachte Post und den Entwurf einer Homiletik [Suppl. 5/2, 1-14], den M. auf Wunsch des Myc. vollenden will.
[2] Der Kurprinz [Johann Friedrich] schickte gestern Luthers Antwort an Hz. Georg [von Sachsen: Von heimlichen und gestohlenen Briefen: WA 30/2, 1-48; vgl. MBW 721f] an M., der wie alle anderen über den unwürdigen Ton betrübt ist. Die Buchhändler jedoch werden damit wieder ihr Geschäft machen.
[3] Kf. [Johann] berät [die Visitationsergebnisse] von Gotha und Eisenach. Kanzler [Gregor] Brück ist nach erfolgreichen Verhandlungen [über die Packschen Händel] auf der [Rück]reise [von Worms].
[4] [Christoph] von der Planitz kehrt heute in sein Amt [Voigtsberg und Plauen] zurück. Er diskutierte mit dem Kurprinzen über die Frage, ob ein Christ prozessieren darf. M. muß darüber eine Abhandlung schreiben [CR 1, 1023-1028 Nr. 575], die [Justus] Menius mitbringen wird. Grüße an [Johannes] Oswald und Basilius [Monner].
Fundort:
CR 1, 1022f Nr. 574 mit 3, 1284.
‒ MBW.T 3.