[1] Über die Fürstenerziehung. Weil Gott sich mitteilen will, müssen alle Menschen die in der Kirche offenbarte Lehre lernen, was die Fürsten organisieren sollen, die deshalb sogar Götter genannt werden [Ps 81/82, 6; Joh 10, 34]. Deswegen müssen sie selbst gründlich in Theologie und Kirchengeschichte ausgebildet werden.
[2] Lehrstoff.
[2.1] Bibel und Kirchengeschichte.
[2.2] Trivium, sehr gut Latein (von Kf. Friedrich [dem Weisen] von Sachsen aufgrund der in Köln nach Kaiser Karls Krönung gemachten Erfahrung propagiert), auch etwas Griechisch.
[2.3] Geschichte.
[2.4] Recht und Ethik.
[3] Stundenplan.
[4] Gebet um Weisheit. Die Notwendigkeit der Bildung für Fürsten und alle.
[5] Für Fürsten nützliche Wissensgebiete sind Chronologie, Sternkunde, Lektüre Hesiods, Geographie.
[6] Desgleichen Physik und Medizin. J. F.s Vater [Hz. Philipp von Pommern] sah seinen Onkel [Kf.] Ludwig von der Pfalz Rezepte schreiben und zubereiten; dasselbe tat J. F.s Großvater Kf. Johann [der Beständige] von Sachsen.
[7] Die Notwendigkeit der Anthropologie und die Nützlichkeit der Anatomie, weshalb J. F. auch [M.s] Buch De anima [⇨ 6627] studieren soll. Gebet und Segenswunsch.
[8] Was M. aus der Ferne nicht beurteilen kann, soll [Andreas] Magerius entscheiden.