M. an Friedrich Myconius in Gotha.
- [Jena, 21./22. März 1528]
Fundort:
CR 2, 719f Nr. 1183; dazu O.Clemen: ARG 28 (1931), 261 Anm.2 [H3362] = Kl. Schr. 5 (1984), 643.
‒ MBW.T 3.
Datierung:
Datum: Gefahr von seiten des Lgf. und der Türken war 1534 (so CR) nicht gegeben, sondern 1528. Gegen 1534 spricht auch, daß die vom Lgf. ausgehende Gefahr in 663a ganz unbestimmt ist, wogegen am 12.3.1534 schon deutlich die Restitution Ulrichs von Württemberg genannt wird (⇨ 1419). Vor 1419 kann 663a aber nicht angesetzt werden, da 1419 der erste Brief M.s nach längerem Schweigen ist. 1528 hingegen deutet M. am 26. März gegenüber Camerarius die Packschen Händel an (669.3). Am 20. März hatte Luther , der sich in Altenburg aufhielt, von M., der in Jena war, hierüber eine briefliche Mitteilung erhalten. So schrieb er an diesem Tag an Myc. (WAB 4, 415f Nr. 1242). Luthers Brief und einen von Justus Jonas beförderte der Gothaer Bürgermeister Johannes Oswald . Sein Weg von Altenburg nach Gotha führte ihn über Jena, wo er wahrscheinlich am 21. ankam und über Nacht blieb, denn ein Gespräch mit M. ließ er sich vermutlich nicht entgehen. Dabei dürfte er ihn über die kommunalpolitische Lage in Gotha unterrichtet haben. Auch der Ehefall, der sowohl Altenburg als auch das Amt Reinhardsbrunn bei Gotha betraf (663b), dürfte durch Oswald an M. herangetragen worden sein.